Gedanken über unser Leben und Arbeiten hier auf dem Hof.


08. November 2019, 23:27

Bildung

... außerschulischer Lernort. 🍁Ja, das gibt es und ja, auch wir sind einer. Gelistet auf der „Pädagogischen Landkarte NRW“, Partner von „Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit“ und Mitglied der Baglob (Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof). Interessiert die hiesigen Schulen aber nicht wirklich.

Dabei ist es so wertvoll und wichtig! Lernen durch erleben. Nicht durch Bücher sondern im Tun die Welt begreifen. Bei Wind und Wetter den Wald erkunden, auf dem Hof mithelfen, die Jahreszeiten am eigenen Apfelbaum erleben.🧡

Wenn wir Kindern ermöglichen die Natur zuerleben, auf einem Bauernhof ins sinnstiftende Tun zu kommen, landwirtschaftliche Nutztiere als fühlende Wesen zu begreifen ... dann ist ein Grundstein gelegt, die Welt zu schätzen (vielleicht zu lieben) um später wohlmöglich für ihren Schutz einzustehen.

Habt ein schönes Wochenende und etwas Draussenzeit mit euren Kindern. 🙏🏻

Redakteur

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04. November 2019, 19:14

Atmen ...

🍂 ... ohne darüber nachdenken zu müssen, tust du es. Über 20.000 mal am Tag ein und aus. Und so stehen wir in permanenter Verbindung mit der uns umgebenden Natur. Denn nur weil Bäume UND Meere atmen, können auch wir atmen. Unser Leben hier auf der Erde ist also nur in seiner Gesamtheit möglich. Alles wirkt zusammen und auch wir sind mit der Welt unabdingbar verwurzelt.
Oooh ja! Das wäre nun ein guter Aufhänger, um auf die immense Dringlichkeit hinzuweisen, JETZT aufzustehen um gemeinsam für unsere Welt einzustehn. Doch darum geht es mir heute nicht (könntest du aber bitte dennoch tun 🙏🏻).

🍂Du lebst weil du atmest, diese Verbindung ist offensichtlich. Doch in anderen Kulturen haben die Begriffe für Atem eine weitreichendere Bedeutung. Das chinesische ‚Chi’ meint auch Lebensenergie, die Seelenenergie findet sich im indischen ‚Prana’, der göttliche Geist im hebräischen ‚Odem’ und ‚Pneuma’ bedeutete für die alten Griechen nicht nur Atem sondern auch Seele und Geist.
So scheint mir der Atem nicht nur ein tiefe Verbindung mit dem Leben zu haben. Er ist vielmehr auch eine Verbindung zu unserem Seelenleben, unserem ganzen SEIN.
Wenn uns etwas belastet, uns etwas ‚auf der Seele lastet‘, dann ‚schnürt es die Luft ab‘, lässt ‚keinen Raum zum Atmen‘.

🍂Da sind wir nun ... bei meinem Gedanken, der mir in den Sinn kam als ich heute tief durchatmen musste, um bei mir zu bleiben und nicht loszupoltern.
BEWUSST zu atmen kann auch dich dabei unterstützen, für einen Moment zur Ruhe zu kommen, eine Raum zu schaffen um vor einer unbedachten Reaktion innezuhalten. Die Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken kann dir helfen, dich zu erden und achtsamer mit dir und deinen Mitwesen zu werden, deine Gedanken und dein Herz beruhigen, dir Kaft und Gelassenheit geben.

🍂Ein paar Minuten still und bewusst sitzen und atmen. Auf einem Stuhl, dem Sofa, an einem Baum oder auf der Parkbank (oder auch stehend an der Kasse, in der Strassenbahn) und wahrnehmen, wie du gerade sitzt oder stehst. Wie die Füsse den Boden berühren, der Rücken vielleicht an einer Lehne, wie deine Schultern nach hinten unten sinken, dein Kinn leicht zu Brust zeigt und so dein Nacken etwas gestreckt ist.
Und nun spüre einen Moment nach wie du ein- und ausatmest. Wie die Luft einströhmt, sich der Brustkorb und die Bauchdecke hebt, wie sich die Lungen füllen und sich dann wieder selbständig leeren ... einfach nur atmen und loslassen.

🍂Wunderbar! Ich wünsche dir eine gute Woche und gönne dir jeden Tag einige tiefe, bewusste Atemzüge.

Redakteur

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01. November 2019, 00:52

Ein Tier ...

... macht dem Herze wohl. (Walther v.d. Vogelweide) 💛

Mmmh ja, es wärmt und erdet mich ... eine Weile SEIN und wahrnehmen. Sollte ich öfter tun, einfach für mich ohne Schnickschnack und Tamtam. Du vielleicht auch?!
Vergesse ich manchmal glatt im trubeligen Alltag und rucki zucki ist der Tag um.

Ich wünsche auch dir die nächsten Tage einige schöne Auszeitmomente, so ganz für dich.🍁

Redakteur

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29. Oktober 2019, 11:45

Herbststimmung

Hach ... ich mag den Herbst! Etwas weniger SCHNELL durchs Leben, einwenig mehr BEWUSSTER ein- und ausatmen. 🍂 Hab einen schönen Tag!

Redakteur

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27. Oktober 2019, 17:00

Leben. Gestalten.


Ich bin immer wiedr beeindrückt und berührt, wenn ich sehe was Menschen bewegen, was und wie sie Ideen und Träume umsetzen und warum sie sich auf diesen Weg gemacht haben.Nun fragst du dich, was das mit einem Schaf und „Leben. Gestalten.“ zu tun hat? Wenn du magst, erzähle ich es dir.

🍁Das Schaf ist gestern neu zu uns gekommen. Es ist eine Aue (ein weibliches Schaf) und heißt zur Zeit noch Flocke ... ich denke es wird einen neuen Namen bekommen, vielleicht Miss Marpel? Wir überlegen gerade, wie wir mit unserem kleinen Hof in den nächsten Jahren weiter machen, welchen Sinn wir stiften möchten und welcher Weg zu uns passt. Und da der Hof eng mit unserem Lebens-/Familienleben verknüpft ist, gestalten wir damit nicht nur unser Arbeitsleben sondern auch unser Privates.

🍁Welchen Weg wir als Individuum und als Teil der Gesellschaft gehen ist jedem selber überlassen. Wichtig erscheint mir, dass wir hin und wieder überprüfen, wie es uns auf unserem Weg geht. Fühle ich mich noch wohl, macht mich mein Tun glücklich? Bin ich gesund unterwegs, physische und psychisch? Gehe ich noch meinen Weg oder einen, den andere für mich vorgesehen haben? Ich bin davon überzeugt, dass wir immer die Wahl haben, alte Wege zu verlassen um Neues zu entdecken.

🍁Manchmal ist es dabei hilfreich einen Menschen an seiner Seite zu haben, eine FreundIn, LebensberaterIn, TherapeutIn ... einem Menschen, dem wir völlig vertrauen und dessen Meinung, Sichtweise wir schätzen. Hoppla, einen TherapeutInn? Ich doch nicht! Doch, ich auch. Ist nämlich gut und hat nichts mit „einen an der Klatsche haben“ zu tun. Ich empfinde es als Wohltat und grosse Chance, jemanden einen Blick von außen auf meine aktuelle Lebenssituation werfen zu lassen. Gerade in Zeiten wo Veränderungen gewünscht sind, wo der alte Weg nicht mehr der richtige zu sein scheint.

🍁“Oh ha, die hat gut reden“ denkst du? Jeep, ich sage nicht, dass es leicht ist und wir nur mit dem Finger schnippen müssen. Veränderungen brauchen Mut und Kraft und vorallem einen Herzenswunsch! Und ja, in seiner Komfortzone zu bleiben erscheint da einfacher. Solange man gesund und zufrieden bleibt und keine Mitmenschen, Lebensräume und Mitgeschöpfe schädigt, scheint auch mir das eine völlig legitime Wahl. Wenn sich aber ein Gefühl in dir regt und du dich aufmachen möchtest neue Wege auszuprobieren, wage es! Gestalte dein Leben! 🧡

🍁Ach ja, warum Miss Marpel (ich glaube der Name passt) zu uns gekommen ist? Ein Standbein unseres Hofes war bis vor zwei Jahren die Lammfleisch Vermarktung. Wir haben u.a. eine Pause eingelegt, da mir das Töten immer schwerer gefallen ist. Aber alle paar Monate esse ich gerne ein Stück Fleisch, seit Jahren schon nur unser eigenes. Nun möchte ich überprüfen, ob es für mich noch vertretbar ist, auch in Zukunft tierische Produkte zu essen. Daher stocke ich gerade unsere Schafherde um zwei Auen und einen Bock auf.

Redakteur

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16. Oktober 2019, 01:26

Herausforderung Achtsamkeit

Schwupp ... Tag um, vor mich hin gewerkelt und viele Gedanken hin und her gedacht, schön nach dem Motto „Was wäre wenn ..“. Mich über den Laubbläser geärgert und mir ausgemalt was ich dem Nachbarn sagen könnte ... über’s benutzen dieses lauten Gerätes. Und dann gleich auch noch ein paar Sätze gedanklich formuliert, die ich der Mutter sagen könnte, wenn sie noch einmal beim Hofbesuch zu ihrem Sohn sagt „Stell dich mal nicht so an, selbst deine Schwester traut sich das Huhn aus der Hand zu füttern.“

Nicht sehr produktiv, nicht sehr befriedigend und vorallem nicht sehr achtsam.
Und da ist es wieder dieses Wort. Achtsamkeit.

Achtsamkeit ist momentan in aller Munde und der Begriff wird, wie mir scheint, fast beiläufig allem Tun vorangestellt. Dabei ist Achtsamkeit so viel mehr als nur ein Wort und für mich oft schwer zu greifen. Ja, die Definitionen sind klar, doch es zu fühlen und sich zu eigen machen etwas ganz anderes.

Achtsamkeit hat mit innerer Haltung zu tun. Einer Haltung, einer bewussten Aufmerksamkeit gegenüber unseren Mitmenschen, der Welt und unserem Selbst. Es ist eine Form von Aufmerksamkeit, die Fähigkeit eigene Gedanken, Emotionen, die inneren und äußeren Erfahrungen in diesem Moment wahrzunehmen ohne sie zu bewerten. Geduldig und vertruaensvoll zu sein, loszulassen und zu akzeptieren.

In diesem Moment, im Hier und Jetzt Gedanken und Gefühle wahrnehmen und nicht bewerten. Nicht mich und meine Gedanken aber auch nicht den Laubbläsernachbarn und die Mutter. Eine grosse Herausforderung, die tägliches Üben und Erinnern bedarf.

Der Achtsamkeitspraxis ein Zuhause im eigen Leben zu geben empfinde ich als grosse Bereicherung. Meditation und Joga, achtsames Zuhören und Spazieren ... finde deinen eigenen Zugang. Mich lässt es im Geist zur Ruhe kommen und gibt mir Raum zum Atmen.

Achtsamkeit löst keine Probleme, doch es gibt uns zum Beispiel die Möglichkeit friedvoller auf unser Gegenüber zu schauen und alte Verhaltensmustern abzulegen. Und das kann uns auf Dauer zufriedener, gelassener, mental gesund und letztendlich glücklicher machen. 🧡

Redakteur

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07. Oktober 2019, 20:23

Nachhaltigkeit

🍁 Es gibt viele Lebensbereiche, in denen wir uns dem Thema Nachhaltigkeit nähern können. Einer davon ist unsere Ernährung.

Wenn wir uns nachhaltig ernähren, also auf eine Weise, die sich positiv auf unsere Gesundheit und darüberhinaus auch positiv auf Ökologie, Ökonomie und soziale Strukturen auswirkt, dann sind wir auf dem Weg hin zu einem ökosophischen, einem Natur bewahrendem Lebensstil.

Dies liest sich vielleicht kompliziert und anstrengend, doch es ist ganz einfach.
Eine Möglichkeit ist zum Beispiel Obst und Gemüse saisonal, wenn möglich regional und bei mir persönlich auch noch aus zertifizierter Landwirtschaft zu kaufen und frisch zu verarbeiten. Gut für die Gesunheit, kurzer Transportweg, Ressourcen schönend, die heimische Landwirtschaft wird unterstützt.

Am Anfang mag dies eine Herausforderung sein, wenn wir aber Stück für Stück umstellen, wird es mit der Zeit eine Selbstverständlichkeit ohne sich gross Gedanken zu machen. Eine tolle Übersicht über Saisonales stellt Verena Hirsch von @allmydear immer wieder zusammen.

Bei uns gab es heute Curry Spitzkohl mit Möhren. Dazu habe ich Berglinsen von @davert aus der Türkei gekocht (müssen nicht eingeweicht werden), die ich noch im Vorrat hatte. Wenn sie aufgebraucht sind, werde ich nach Linsen aus Deutschland schauen, denn es gibt mittlerweile wieder Anbauprojekte. Vielleicht bekomme ich sie ja sogar im Unverpackladen @kraemerladen. Dann hätte ich noch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen ... Luft nach oben ist immer. 🍂

Redakteur

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05. Oktober 2019, 13:13

Herbstfarben

Ich wünsche dir ein farbenfrohes Herbstwochenende. 🍁

„Ich sammle Farben für den Winter
und mal sie auf ein Blatt Papier.
Und wird die Welt eines Tages grau und leer,
dann schenk ich meine Farben her.

Ich sammle Licht für alle Blinden,
die die Schönheit dieser Welt schon nicht mehr sehn.
Die gerade Wege geh’n,
ohne sich mal umzudreh’n,
die immer nur im Schatten steh’n.

Ich sammle Mut und Hoffnung für den Stummen,
der schweigt und nur das tut, was man ihm sagt.
Der seine Wut verbirgt aus Angst,
dass er verliert,
was ihm selber nie gehört.“

(aus „Farben für den Winter“ von Jonathan Böttcher)

Redakteur

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04. Oktober 2019, 12:42

Herbstdeko

🍂 Gerade im Herbst, wenn die Natur bunt wird, können wir aus dem Vollen schöpfen, um Orten, an denen wir uns für eine Weile niederlassen eine heimelige, wohlige, ästhetische Atmosphäre zu verleihen.

Wir haben die Möglichkeit, ohne das Konsumrad anzukurbel, uns die Jahrezeiten in unsere Wohnräume zu holen. So können wir im Innen nachspüren, was wir im Aussen sehen ... und ich empfinde es als Wohltat die Stimmung der Jahreszeiten in den Alltagsrhythmus einfließen zu lassen.

Als unsere Kinder noch klein waren, hatten wir einen Jahreszeitentisch. Da war die Stimmung vielleicht eher im Haus zu spüren als nun, wo die Holzschale auf dem Esszimmertisch der einzige Platz ist, wo Jahresdeko zu finden ist. Doch ich habe Ideen im Kopf, wie ich uns wieder mehr Natur ins Innere integrieren kann ... es hapert gerade nur an der Umsetzung.

Komm heute gut ins Wochenende und vielleicht magst du ja die Tage auch die Augen aufhalten nach Naturmaterial, dass dich berührt und Einzug erhält an deinem Lieblingsort. 🧡

Redakteur

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03. Oktober 2019, 12:14

Der Wald

„Wenn das Licht zwischen den grünen Rissen hindurchscheint und sanft auf den Weg fällt, lädt uns der Wald ein für eine Weile ein Teil von ihm zu werden.“ (Appel,Grosser) 🍂

Die Atmosphäre des Waldes hat positive, heilende Auswirkungen auf unseren Körper und Geist. In den 80er Jahren in Asien erforscht ist der Begriff Waldbaden nun im letzten Jahr bei uns in aller Munde.

Was ist das aber nun, das Waldbaden ... eine besondere „Kunst“ für die es Anleitung braucht? Nein, eigentlich ist es etwas ganz einfaches.

Ich glaube viele von uns haben ihre Verbundenheit mit diesem Lebensraum verloren und oftmals nutzen wir ihn nur für Aktivitäten wie Joggen, Mountainbiken, Geocashing ... und so bemerken wir nicht mehr wie heilsam ein Aufenthalt im Wald sein kann.

Wenn wir uns die Zeit nehmen einfach nur da zu sein, zu sitzen um zu lauschen und schauen, zu schlendern um bewusst wahrzunehmen ... um uns selber gewahr zu werden, wie wir in diesem Moment an diesem Ort unterwegs sind, was ich spüre, welche Empfindungen und Gedanken ich genau jetzt habe. Dann tauche ich ein in diesen wundervollen Lebensraum und kann zur Ruhe kommen, im Geist und körperlich.

Es gibt wundervolle Übungen, die uns helfen können eine Waldzeit auf diese Weise zu erleben. An einen Baum gelehnt, die Kraft im Rücken bewusst wahrnehmen, den eigenen Atem fließen lassen und sich vorstellen wie der Baume in der Erde verwurzelt und verbunden ist. Dann ist es vielleicht möglich, auch die eigene Verbundenheit zu spüren, die Füße auf dem Boden, einen Platz in der Welt.

Die Möglichkeiten den Wald für sich als Seelenfutter, als Ruheort und Auszeitmoment zu entdecken sind mannigfalt! Nur Mut, du findest sicher auch deine. 🍁

Redakteur

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